Liebe Leserschaft, „Geiler Hopfen“ ist mein aktuelles Buch, das ich zusammen mit meinem Mann, einem erfahrenen Hopfenbauern, geschrieben habe. Es ist ein wahrhaft leidenschaftliches Sachbuch über den Hopfen, seine Welt und sein Potenzial als nebenwirkungsfreie Medizin der Zukunft. Verwoben ist es mit einer Liebesgeschichte, in der Hopfen die Hauptrolle gespielt und zwei Menschen zusammengebracht hat. Michael und ich werden nach der Buchveröffentlichung auf Autoren- und Vortragstour gehen. Es ist an der Zeit, der Welt die gesundende, krebsbekämpfende, verjüngende und schlankmachende Wirkung des Hopfens persönlich vorzustellen.
Lebenspflicht und Alterungsprozess
Was Lebensaufgabe und Berufung betreffen, haben Michael und ich unsere Leben gelebt. Es ist ein herrliches Gefühl, alle irdischen Herausforderungen gemeistert zu haben. Wie sagte jemand vor zweitausend Jahren kurz und knackig? – „Es ist vollbracht!“ Wir waren verheiratet, Michael einmal und ich zweimal. Wir haben uns fortgepflanzt, Nachwuchs erzeugt, diesen geboren und großgezogen. Unsere Millenniums-Kinder haben ihr Erwachsenenalter erreicht und werden von uns mit einem freundlichen Arschtritt in die Selbstverantwortung gekickt. Nun sind sie an der Reihe, die vor ihnen liegenden Herausforderungen zu meistern, so wie wir das getan haben.
Wir sind ein Paar im reifen Alter. Läuft alles glatt und wächst der Hopfen weiterhin gut, werden wir zusammen einen goldenen Lebensabend erleben und Hand in Hand von diesem ins nächste Leben wechseln. In der Jahressumme zählen wir 120 Jahre. Ob es uns passt oder nicht, werden wir jeden Tag kalendarisch älter. Das biologische und vor allem psychologische Altern können wir allerdings beeinflussen, es verlangsamen durch unsere Gedanken, unser Fühlen, unserer Ernährungs- und Lebensweise und mit täglich einem Tässchen Hopfenelixier.
Zeit für uns, aus der Deckung zu kommen und diese bescheuerte Altersbescheidenheit und -angst abzulegen, die jedem über fünfzig von der Gesellschaft oder von was auch immer aufgezwungen werden möchte. Ich formuliere diesen meinen Gedanken nochmals um, beziehungsweise ich korrigiere ihn. Die Sache mit der geschürten Sehnsucht, jung zu bleiben und dabei unsterblich zu sein oder zu werden, ist nicht einfach ein Psychospielchen, das mit den alternden Menschen aus Jux und Tollerei getrieben wird. Es ist ein sehr, sehr lukratives Geschäft für die Wirtschaft. Das Geschäft mit der Unsterblichkeit entwickelt sich zum wichtigsten und mächtigsten Industriezweig der Erde. Es wird das zukünftige Problem der demoskopisch bedingt sterbenden Autoindustrie lösen. Die Leute, die in den vergangenen Jahrzehnten Verbrenner- und Elektroautos kauften und konsumierten, werden aussterben und keine Autos mehr kaufen. Auch wird der Bedarf an Autos erheblich zurückgehen dank Klima- und Nachhaltigkeitspolitik. By the way, ich kann mir vorstellen, dass sich das Geschäft mit der Unsterblichkeit zum Mega-Erfolgsschlager entwickeln wird. Stellen Sie sich vor, Sie können Unsterblichkeit kaufen. Sie brauchen keinen Umweg mehr über eine Konfession mit ihrem steuerpflichtigen Gott nehmen. Wobei zu Lebzeiten ja eh keiner weiß, ob er oder sie in den Himmel oder in die Hölle kommt. Daher wird das Geschäft mit der garantierten Unsterblichkeit ein noch besserer Erfolgsschlager werden als das Business der Kirchen mit „Gott, Himmel, Hölle und der ganzen Heiligenschar“.
Sicherlich gibt es auf dem Planeten Erde derzeit ein paar Vorzeigealte mit Macht, Geld und einem Promistatus. Sie haben das Greisen-Ikonen-Privileg, trotz Demenz Präsidenten, Könige, politisch im Hintergrund operierende Tec-Milliardäre, Uropa- und Opa-Väter, Zombie-B-Models und anderes Exotisch-Skurriles zu sein. Der humane Milliarden-Rest mit wenig Geld und Macht und ohne Promistatus wird zum Ausgleich moralisch und sozialpolitisch verpflichtet, diese Greisen-Zauber-Show der Mächtigen toll zu finden. Wer das nicht tut, fällt unter die Kategorie „Rechts“ oder „Links“ – haha. Wenn wir uns nicht um uns selbst kümmern, uns nicht selbst zu etwas unsterblich, vollkommen, einzigartig Zeitlosem erfinden und erschaffen, wer soll es verdammt noch mal dann tun?
Passenderweise möchte ich hier nochmals kurz zum kirchlichen Geschäftsmodell „Gott“ zurückkehren: Jawohl, liebe Leserschaft, ich glaube nicht an den erfundenen und teuflisch genial von der Kirche vermarkteten lieben Gott. Ich hatte den längsten Teil meines Lebens selbst Probleme damit, das Kirchen-Abo zu kündigen. Geboren in einem Kloster, aufgewachsen neben einem Kloster, in einem Kloster zur Schule gegangen, mit einem Theologen verheiratet gewesen. Kein Wunder, dass ich zweimal aus dem Verein ausgetreten bin. Doch egal, um welche Kirche oder Religionsgemeinschaft auch immer es sich handelt, aktuell ziehe ich die Möglichkeit in Betracht, dass diese möglicherweise eine irdische Niederlassung des Teufels sein könnte. Warum ich mich so emotional über die Kirche echauffiere, liegt wohl daran, dass diese, beziehungsweise ihre Klöster, eine wichtige Rolle bei der Hopfenverwertung und Bierherstellung spielten? Nun, wir werden sehen…
Michael und ich sind zwei schräge, eigenwillige Selbstdarsteller und Poser. Wer ist das nicht? Mal ehrlich, versteckt nicht fast jede Seele auf diesem Planeten den Wunsch, mit ihrer Meinung oder ihrem Gesicht zu gefallen und in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden unter einer oberflächlich flauschigen Decke von Bescheidenheit und Duckmäuserei? Die untere, versteckte Seite der Decke ist jedoch schmutzig und faul von gehässigem Neid, lähmender Feigheit, extrovertiertem Opfergehabe und jammernder Ängstlichkeit. Zeit also, diese grässliche Decke weit von uns zu werfen und dieser herrlichen Welt, wie Adam und Eva, nackt und mit aufrechtem Haupte gegenüberzutreten und dabei ein alkoholfreies Bierchen zu genießen.
Wir haben keine Scheu, von uns und dem, was wir machen, zu erzählen. Etwas Selbstdarstellung mit einem Hauch von Seelenstriptease sind wir nicht abgeneigt. Warum nicht? Wir haben nichts zu verlieren, vor allem nicht unser Gesicht. Die Zeiten, in denen sich die alternden Alten ohne Promistatus bescheiden in die Unsichtbarkeit zurückziehen und im Wartezimmer des Himmels (oder der Hölle) auf ihr Dahinscheiden in Pflegestufe 3 warten, wollen Michael und ich ändern.
Das spätherbstliche und winterliche Licht dieser schönen Welt erblickten wir 1965, weswegen wir zu den geburtenstarken Jahrgängen gehören. Es ist erschreckend, zu beobachten, wie viele unserer Jahrgangskolleginnen und -kollegen sich alt und krank denken und entsprechend alt benehmen. Das Aussehen vernachlässigen wir mal. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sich ihre überwiegend negativen Gedanken als Gefühle durch ihren Körper ausdrücken. Botox und Facelifting können beim Blick in den Spiegel über kurze Zeit hinweg eine kosmetische Verjüngung vorgaukeln. Wenn aber die Giftwirkung nachlässt oder die über den Schädel gespannte Haut wieder nachgibt und sich das Gesicht wegen der Narben verzieht, wird es umso schlimmer, wenn „Das Bildnis des Dorian Gray“ mit einer Fratze grüßt. Botox mag am Anfang einen entfaltenden Effekt durch seine muskellähmende Wirkung haben. Im Laufe der sich häufenden Botox-Sitzungen, bei denen die Zeiträume dazwischen immer kürzer werden, atrophieren die gespritzten Gesichtsmuskeln. Was heißt, nach Jahren ist kaum noch ein Muskel zum Spritzen da. Das, liebe Gebotoxte, ist eine schlechte Prognose. Ohne Muskeln im Gesicht wird dieses im Laufe der Jahre ganz nach unten hängen, so dass es mit Hyaluron, Kollagen und Eigenfett aufgespritzt und nach oben zurechtgerückt werden muss.
Der Alterungsprozess fasziniert mich seit Jahrzehnten. Mit 40, also noch relativ jung und faltenlos, hielt ich während meiner Zeit in Berlin die ersten Vorträge darüber. In einem saß sogar Götz George, der berühmte „Schimanski“-Kommissar. Damals in den 2000ern erfand und prägte ich den Begriff „Well-Aging“, weil mir klar war, dass der Kampf gegen das Altern, also „Anti-Aging“, unmöglich ist. Beim Altern ist das Ziel das „Reifen“, und das ist meiner Meinung nach das „gute Altern“, also „Well-Aging“. Dazu gehört, dass wir idealerweise langsam altern. Der Alterungsprozess vollzieht sich jeden Augenblick wie eine Art Perpetuum Mobile, ohne jeglichen Kraftaufwand auf Grundlage einer unsichtbaren Gedanken- und sichtbaren Körperwelt. Durchaus vergleichbar mit dem Placebo-Effekt, mit dessen Kraft sich jemand krank oder gesund denken kann. Mir scheint, als sehnten sich die Menschen unbewusst nach ihrer Vergreisung mit den dazugehörenden Erkrankungen und Beschwerden. Mitunter höre ich bereits von jungen Leuten: „Ich bekomme oder habe Demenz!“ Wie dumm, so etwas von sich zu sagen und zu denken.
Deswegen verabschieden wir uns von der schrecklichen Altersbescheidenheit und kehren diese am besten um in einen grandiosen Altersgenuss. Dieses Wort gefällt mir. „Genuss“ tut jedem gut, ob gedanklich, emotional oder körperlich. Wir transformieren die mit dem Alter verbundenen Zwänge in Reife; denn diese ist voller Freiheit und Möglichkeiten. Seien Sie mutig und holen sie sich aus der Bescheidenheit und Unsichtbarkeit. Wenn Sie es nicht selbst machen, tut das niemand!
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Zu Beginn dieses Buches schubsen wir Sie in die Zukunft des Hopfens als gesundes, nebenwirkungsfreies Medikament und verjüngendes Therapeutikum. Lassen Sie sich ab jetzt von ihm und seiner Welt begeistern!
Geschrieben haben wir dieses Kapitel zum Schluss. Der Grund dafür war unsere parallellaufende, mehrmonatige Studie, bei der wir die Iso-Alpha-Säuren des Hopfens (kurz IAAs) täglich vor dem Essen als Kochung eingenommen haben. Ihr Geschmack war spannend bzw. gewöhnungsbedürftig, denn IAA ist sehr, sehr bitter und scharf.
Durch die mehrwöchige Einnahme dieses bitteren Hopfenextrakts konnten wir am eigenen Leibe erfahren, ob an den weltweiten Studien zu IAAs (Iso-Alpha-Säuren sind die bitteren Hauptkomponenten im Bier), die in Japan vor über zwanzig Jahren gemacht wurden, was dran oder doch nur heiße, akademische Luft ist. Die vorhandenen Studienergebnisse besagen, dass IAA das Bauchfett signifikant reduzieren und damit einen erheblich positiven Gesundheitseffekt haben.
Wir nehmen das Ergebnis und damit unsere persönlichen Erfahrungen am besten vorweg und bestätigen damit die japanischen Studienergebnisse. Bei mir (Evi) hat sich durch die zwölfwöchige Einnahme von IAAs das Körper- und Fettgewicht um 8 Kilos reduziert. Meine vorher nicht tragisch doch gut gepolsterte Taille hat sich verschlankt und misst aktuell 68 Zentimeter. Während der Einnahme von IAAs hatte ich weder meine Ernährung verändert oder vermindert, noch Sport betrieben, so dass ich in kein Kaloriendefizit gekommen bin. Im Gegenteil, ich habe während des Zeitraums der IAA-Einnahme auf Sport verzichtet.
Im Folgenden stelle ich Ihnen ein paar Auszüge der japanischen Studien vor, die vor 20 Jahren gemacht wurden. Ihren akademischen Dialekt habe ich der geschmeidigeren Lesbarkeit wegen etwas geglättet:
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Die Studien inspirieren zum Nachdenken über die gesunde, fettauflösende Wirkung des Hopfens beziehungsweise seiner Iso-Alpha-Säure, oder? Es stellt sich die Frage, wie Bauchfett, Östrogenspiegel, Zivilisationskrankheiten, die uns vorzeitig unter die Erde bringen können, und Hopfen zusammenhängen?
Vom Bauchfett betroffen sind beide Geschlechter, doch größtenteils Frauen, deren Östrogenspiegel bereits vor, während und nach der Menopause sinkt. Parallel zu den sinkenden Hormonen formt sich bei den meisten wechselnden Frauen um die Taille eine Art „Schwimmreifen“, der leider nicht mit Luft, sondern mit Fett gefüllt ist. Dies passiert nicht nur äußerlich, was vor allem das ästhetische Empfinden der Betroffenen stört, sondern das Fett wuchert alle Organe im Bauchraum förmlich zu. Weshalb es als viszeral oder als Hormonbauch bezeichnet wird. Mit allen möglichen Diäten wird dann zwar versucht, den verhassten Fettbauch wegzufasten. Arme und Beine werden möglicherweise dünner, das Gesicht schmäler, doch das vermaledeite Fett weicht nicht von der Taille (thin-outside-fat-inside). Wie gesagt, sind beide Geschlechter davon betroffen, denn immer mehr Männer entwickeln im jüngeren, dann erst recht mit zunehmendem Alter einen viszeralen Fettbauch. Abgesehen von der Kosmetik oder Ästhetik, birgt das Bauchfett ein großes Gesundheitsrisiko und liefert den Impuls für etliche Erkrankungen. Die Fettverwucherung innerhalb des Bauches belastet die inneren Organe, worunter ihre Versorgung mit Blut, Sauerstoff, Lymphe und damit Energie und Nährstoffen leidet. Verschlimmernd kommt hinzu, dass Bauchfettzellen auch noch anders „ticken“ als normale Fettzellen an Armen, Beinen und Po. Sie starten nämlich ihre eigene Hormonproduktion und schaden damit dem ganzen Körper. Die Produktion wird parallel zum Östrogenvakuum, das durch den Ausfall der Eierstöcke sowie der Nebennieren entsteht, hochgefahren; nicht zum Guten der Gesundheit. Die Bauchfettzellen produzieren unter anderem Leptin (Sättigungssignal), Ghrelin (Hungerhormon), Adiponektin (reguliert Blutzucker), Östrogene, Tumornekrosefaktor alpha, und Cortisol. Dieser Hormonmix bringt den Stoffwechsel sowie das Hunger- und Sättigungsgefühl fatal durcheinander, und zusätzlich setzt das Fett sogar noch entzündungsfördernde Zytokine frei. Diese verursachen chronische Entzündungen und Begleiterkrankungen von Adipositas, wie Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen und Entzündungen des Gehirns, des Darms oder auch Autoimmunerkrankungen sowie Krebs.
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Tauchen wir noch tiefer in die dunkle, verfettete Bauchhöhle ein, erreichen wir das Gehirn. Frauen sind von Alzheimer zu 70 Prozent, Männer dagegen zu 30 Prozent davon betroffen. Könnte ein Grund für dieses geschlechtsspezifische Missverhältnis womöglich sein, dass Frauen im Gegensatz zu Männern kaum oder kein Bier trinken? Könnte Bier die Männer tatsächlich vor Alzheimer schützen? Ob das so ist, müssten Langzeitstudien herausfinden. Bis jetzt nimmt die medizinische Forschung an, dass die Regulation im weiblichen Gehirn bei Entzündungsprozessen und somit die Immunabwehr schlechter funktioniert. Vermutet werden hormonelle Unterschiede aufgrund geschlechtsspezifischer Gene. Das mag richtig sein, doch wird da anscheinend nicht weitergedacht. Oben haben Sie einiges über das viszerale Bauchfett erfahren. Je höher der Anteil, desto höher die Konzentration der pathologischen Eiweiße Amyloid und Tau, die für Alzheimer verantwortlich sind. Ab wann wird das Bauchfett problematisch? Da gibt es einen Richtwert, nämlich den Taillenumfang; bei Frauen steigt das Risiko ab 80 Zentimetern und bei Männern ab 94 Zentimetern (Deutsche Adipositas-Gesellschaft).
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Beim Brauprozess wird immer vom Isomerisierung gesprochen. Diesen Begriff habe ich weiter oben erklärt. Bei meinem Selbstversuch hatte ich natürlich keine Möglichkeit zum Bierbrauen, um Alpha-Säuren zu isomerisieren. Aber ich hatte …
Ich komme auf meinen Beruf zu sprechen und behaupte, die chinesische Medizin ist im Westen und in Deutschland angekommen. Es gibt hervorragend ausgebildete Therapeuten. Ich bin keine Chinesin, sondern Deutsche und ich praktiziere chinesische Medizin mitten in Bayern. Vor dem heimatlichen, weißblauen Hintergrund lasse ich in dieses Buch mein Wissen und meine Erfahrung als chinesische Ärztin einfließen. Keine Angst, Sie werden kein Opfer einer Kurpfuscherin oder politischer Beeinflussung. Als chinesische Medizinerin habe ich größten Wert auf eine akademische Qualitätsausbildung gelegt, weshalb ich chinesische Medizin an einer Universität in China studiert habe. Und überhaupt, finden sich Betrüger, promovierte Plagiateur:eusen, Stümper, Schwätzer und Unfähige nicht nur in der Medizin, sondern in allen Berufen und Sparten, so auch in Bürokratie, Wirtschaft, Politik, in der Lehre und im Handwerk. Auch in der chinesischen Medizin tauchen immer wieder „tolle Erfindungen“ und Neuerungen, Wunderkräuter und lebensgefährliche Instagramm-Trends auf. Kurzlebiges Marktgeschrei und wunderheilerischen Blödsinn habe ich stets abgelehnt und werde das auch weiterhin tun. Ich pflege meine konservative Einstellung und bevorzuge deshalb die Klassik, das heißt, die „gute alte Zeit mit ihren bewährten Methoden“. Als gut ausgebildete, berufserfahrene „Alte“ kann ich mir das leisten.
Dank meines beruflichen Hintergrunds als chinesische Kräutermedizinerin kann ich den Hopfen als Pflanze mit seiner Textur ein- und zuordnen. Anhand weltweiter Studien über Hopfen, die schon vor vielen Jahren durchgeführt worden sind und aktuell laufen, kann ich behaupten, dass Hopfen eine nebenwirkungsfreie Medizin der Zukunft ist…
…Hopfen ist XXL-Yin, also Weiblichkeit im Quadrat, von daher stärkt er das Weibliche und alles, was körperlich und geistig damit zu tun hat. Auf Männer wirkt Hopfen wie ein hormoneller Weichmacher. Im Bier ist Hopfen, und je nach Sorte, ist da mehr oder weniger davon drin. Wie ich unten beschreibe, enthält das gelbe Hopfenmehl phytoöstrogenhaltige Stoffe, die den Körper hormonell beeinflussen. Bei Frauen, insbesondere ältere, die in der Menopause oder in der Postmenopause sind, ist dieser Effekt durchaus erwünscht. Auf sie haben die hormonähnlichen Wirkstoffe auf den gesamten Körper einen therapeutischen und geradezu verjüngenden Effekt. Das männliche Hormonsystem, bei dem das Testosteron dominieren soll und muss, wird von den phytohormonellen Wirkstoffen torpediert. Männer brauchen Testosteron, das in den Hoden produziert wird, damit sie wie Männer aussehen – siehe Bartwuchs, tiefe Stimme, Behaarung bzw. Glatzen, Sexualtrieb – und männlich handeln und natürlich, damit sie potent sind. Hopfenhaltiges Bier regelmäßig und bzw. oder im Übermaß getrunken, bringt das Hormonsystem des starken Geschlechts durcheinander. Verändert wird auch die Verteilung des Fetts. In Kombination mit Alkohol wird erstens das Bindegewebe und die Muskulatur aufgeweicht, zweitens entsteht stattdessen Bauchfett – was von den Männern liebevoll als „Paulaner-Muskel“ bezeichnet wird – und die muskuläre Brust transformiert in eine weibische Fettbrust…
Hopfen und chinesische Medizin
Aus Frauenzeitschriften oder dem allgemeinen Teil in der Apotheker- oder Tageszeitung erfährt man allenfalls Oberflächliches über Hopfen. Im Konjunktiv geschrieben, damit rechtlich niemand belangt werden kann, steht da im Gesundheitsteil der Blätter in einem, sich dreimonatlich wiederholenden Rhythmus „Hopfen kann beruhigend und schlaffördernd wirken“.
Nach meinen Recherchen findet sich im Zusammenhang mit chinesischer Kräutermedizin so gut wie nichts, was Hopfen hinsichtlich seines Aussehens, Form, Charakters oder Entsprechung ein- und zuordnet. Meinem Anspruch nach sind seine therapeutischen und medizinischen Auswirkungen auf Körper und Geist generell nur oberflächlich erkannt und entsprechend lückenhaft beschrieben worden. Zeit, dies nachzuholen und den Hopfen ausführlicher in die Materia Medica der chinesischen, alternativen und vor allem westlichen Medizin global und universal einzufügen. Hopfen ist die Pflanze, die alles in sich vereint, sie ist ein Yin-Bomber und dennoch Yin und Yang, vor allem ist Hopfen die nebenwirkungsfreie Medizin der Zukunft.
Mit den Worten chinesischer Medizin gesprochen: stärkt und tonisiert Hopfen das Yin, beruhigt das Herz-Feuer und den Geist. Durch seine beruhigende Wirkung kann er Leber-Qi-Stagnationen auflösen und damit Feuer im Magen klären. Im Außen wird die Abwehrkraft, chinesisch heißt das Wei-Qi, gekräftigt, was die westliche Medizin als „antibakteriell, antiviral und antimykotisch“ bezeichnet.
Dank der alten Erfahrungsmedizin weiß man im Westen wenigstens ein bisschen um die allumfassende Heilkraft des Hopfens bei Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Pilzerkrankungen, sogar Malaria, Osteoporose, Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen und noch mehr. Befasst man sich mit diesen Krankheiten und Beschwerden näher und tiefer, lassen sich die therapeutischen Wirkungen des Hopfens mit Hilfe der chinesischen Medizin logisch erklären.
Schauen wir uns den Hopfen und sein Gedeihen nun genauer unter dem Brennglas der TCM an…
Hopfendolden sind pures Yin
In Bayern ist kultivierter Hopfen weiblich und muss aus wirtschaftlichen Gründen unbefruchtet bleiben. Ob männlich oder weiblich lässt sich nur anhand der Blüte erkennen. Männlicher Hopfen hat sehr viele Rispen an den Seitentrieben, und jede einzelne Rispe setzt sich aus ebenfalls vielen kleinen Blüten zusammen. Männlicher Hopfen hat Staubbeutel, und wenn diese reif sind, trägt sich deren Blütenstaub über weite Entfernungen hinweg. Wenn er auf weibliche Blüten trifft, werden diese natürlich befruchtet. Eine befruchtete Hopfendolde wird viel größer und entwickelt sich gröber…
Pflücke oder Hopfenernte
Die Sonne strahlt mit spätsommerlicher Kraft, und die Temperaturen bewegen sich um die 30 Grad. Wir befinden uns inmitten der berühmten Hopfenernte. In diesem Jahr läuft sie schon seit der letzten Augustwoche, in der die ersten – es kommt auf die jeweilige Hopfensorte an, gestartet wird mit „Hallertauer Tradition“ – Hopfenreben reif waren. Die Hopfenernte wird immer noch „Hopfenzupfen“ genannt. Der Begriff stammt von früher, als jede einzelne Dolde per Hand von der Rebe abgezupft werden musste. Was vor 150 Jahren noch eine Angelegenheit der Hopfenbauernfamilie war, entwickelte sich bis in die 1960-er Jahre zum Massenspektakel, bei dem über 200.000 deutsche und bayerische Saison- und Erntearbeiter aus der näheren und weiteren Umgebung in das Mekka des Hopfens, die Hallertau, pilgerten. In dieser Ära nach dem Krieg mussten und wollten sich die Deutschen selbst noch etwas dazu verdienen, um das Geld für etwas Luxus, zum Beispiel ein Fahrrad oder ein neues Kleid auszugeben. Damals war die deutsche bzw. bayerische Landwirtschaft noch nicht auf die Saisonzuwanderung von Ausländern angewiesen. Zum Hopfenzupfen kamen ganze Familienverbände mit Großeltern, Eltern und Kindern. Wenn die Arbeiter aus der näheren Umgebung oder von Tettenwang stammten, konnten sie nach getaner Arbeit nach Hause gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Waren sie jedoch von weiter hergekommen, schliefen sie in einer Scheune oder auf den Dachböden, bei schönem, warmem Wetter campierten die Hartgesotteneren unter freiem Himmel. Die damaligen sanitären oder hygienischen Bedingungen sind aus heutiger Sicht unzumutbar gewesen, für die Arbeiter dagegen nicht sonderlich von Belang. Da gab es keinen Mindeststandard, wie Dixi-Klos oder Wohncontainer, da interessierte sich keine Berufsgenossenschaft mit Sicherheitsvorkehrungen usw. für die Zustände am Arbeitsplatz. Und – ich sage es jetzt mal sehr provokant – die Leute damals haben überlebt und waren sogar glücklich. Sie schlossen Freundschaften mit ihresgleichen und mit den Hopfenbauern, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg bestanden, und bildeten ein beständiges Netzwerk weit über Bayerns Grenzen hinaus. Alte und junge Menschen, Männer, Frauen und Kinder, beim Hopfenzupfen hatten alle ihre geschlechter- und altersspezifischen Aufgaben, entsprechend des Kraft- oder Geduldbedarfs, zu erfüllen. Die starken Männer mussten zum Beispiel die Hopfenreben von den Gerüstanlagen reißen. Gendering in den 50ern? Das Wort gab es überhaupt nicht. Es gab Männer und Frauen, da mussten alle mit anlangen, wo gerade Arbeit war. Es mag Fleißige und Faule gegeben haben, und wer keine Lust oder Disziplin zum Arbeiten hatte, wurde nicht gehätschelt wegen Burnout und Co., sondern bekam einen Arschtritt mit dem Abschiedsgruß hinterher, sich erst wieder blicken zu lassen, wenn er oder sie für ihr Geld arbeitete…
Bier, Schaum und ein kleiner König
Zum Schaum gehört das Bier, dessen lange Geschichte ich Ihnen im folgenden Kapitel ein einem kurzen Abriss erzählen möchte. Prinzipiell wurde über Jahrtausende hinweg alles, was gärte, das heißt, was sich durch Getreidefermentation in ein alkoholisches Getränk verwandelte, als Bier bezeichnet. In Ägypten, wie auch im Gebiet des heutigen Irak, wurde eine uralte Tontafel mit einer Anleitung zum Brauen gefunden. Doch nicht nur im Orient wurde gebraut, auch in Mitteleuropa. Den Hopfen gab es damals in den Wäldern und Auen sicherlich auch schon, doch hatte ihn noch keiner als Bierbeigabe gesichtet oder entdeckt. Unsere germanischen und keltischen Ahnen stopften in manch seltsame und dennoch wasserdichte Behälter statt Hopfen lieber exotisches Zeug, wie Eichenrinde, Myrte, Johanniskraut, ja sogar mit Bilsenkraut und Stechapfel wurde gebraut. So manchem Gebräu könnte damit eine wohl zu geistige, sprich, giftige oder gar lebenskostende Note verliehen. Und wozu der ganze Aufwand? Um Bier länger haltbar zu machen. Doch gibt es archäologische Stätten, die beweisen, dass es Hopfen in Europa während der Jungsteinzeit – von 5500 bis 2200 v. Chr. – gegeben hat. Die Menge, die bei den Ausgrabungen gefunden worden ist, war allerdings klein, was vermuten lässt, dass Hopfen als Arznei oder Gewürz verwendet wurde. In der gängigen, meiner Meinung nach etwas oberflächlichen Literatur wird Hopfen meist im Zusammenhang mit Hildegard von Bingen zitiert, oder, wenn sich der Verfasser eines Artikels über Hopfen mehr Mühe gegeben hat, wird auch noch ein O-Ton von Albertus Magnus zum Besten gegeben. Der historischen Vollständigkeit halber starte ich mit der Bier- und Menschheitsgeschichte von der Jungsteinzeit aus, denn ab jetzt geht es um…
Antike Biergöttinnen und mittelalterliches Gottesvolk
Bier gebraut wurde bereits in der Antike. Allerdings ohne Hopfen, denn der kam erst viel später hinzu. Dank des Nils waren die Ägypter im Anbau von Getreide und in dessen Bevorratung Meister. Getreide war eines ihrer wichtigsten Wirtschaftsgüter. Aus Weizen machten sie Brot, und aus Gerste wurde Bier gebraut. Ägyptisches Bier entstand durch nicht ganz durchgebackenes Brot, das mit Wasser vergoren wurde. Vor einiger Zeit wurde auf der Hochebene von Gizeh eine Brauerei aus dem 3. Jahrtausend vor Christus ausgegraben. Mit ihr Getreidelager und Steintafeln, worauf der Brauprozess beschrieben und die Göttin Ninkasi, die in Ägypten Tejenemit (Die das Bier herbeibringt) gelobt wurde mit „Unsere Leber ist glücklich, und unser Herz ist fröhlich. Möge Ninkasi stets mit dir sein.“ Die Braubeschreibung könnte aus unserer modernen Zeit stammen, da sie sich praktisch und nachvollziehbar anhört: „Zunächst werden die Gerstenkörner gemahlen, dann das Mehl wie Brot verarbeitet. Ein Teil der Gerste wird ein paar Tage ins Wasser gelegt, bis es keimt. Die Hitze setzt die Gärung durch Hefekulturen in Gang, woraus Malzzucker entsteht. Alles wird gemischt, geknetet, mit Honig gewürzt in Krüge gefüllt und mit Wasser begossen. Die Hefe aus der gekeimten Gerste bewirkt, dass die Mischung gärt. Es wird Dattelsaft und Wasser hinzugefügt und gewürzt mit Koriander. Wenn der Saft vergoren ist, wird er gesiebt und in Krüge gefüllt, die mit Gips verschlossen werden“. In den unverschlossenen Krügen bildete sich an der Oberfläche Schaum, der abgeschöpft und getrocknet wurde. So entstand Hefe, die wiederum dem Brotteig zugegeben wurde. Wie bedeutend das Bier für die Ägypter war, beweist die Hieroglyphe für „Mahlzeit“, denn diese setzt sich zusammen aus „Bier“ und „Brot“. Mit Bier wurde der Lohn für Arbeiter und Soldaten bezahlt, womit andere Waren eingetauscht wurden, denn Geld hat es im alten Ägypten nicht gegeben.
Mit dem Namen der Göttin Tjenemit verbunden ist die ägyptische Kuhgöttin „Hesat“, die für Milch zuständig war. Bier und Milch sind äußerst nahrhaft. Vielleicht stammt aus dem Alten Ägypten ja die Weisheit der Hebammen, dass Bier die Milchproduktion anregt?…
Ursprung und Entwicklung des Hallertauer Hopfenanbaus
Vor der Zeit des Hopfens war die Hallertau, bzw. Altbayern, ein wichtiges Weinanbaugebiet, mit ihren Südhängen und ihrer hügeligen Landschaft bot sie den Weinreben gute Voraussetzungen zum Wachsen und Gedeihen. Ja, die Hallertau erlebte bis ins Mittelalter entlang der Donau und um Regensburg einen regelrechten Weinboom. Den frühmittelalterlichen Weinbau bezeugt eine Urkunde mit dem schönen Titel „Weintragendes Land der Bajuwaren“ aus dem 6. Jahrhundert von Bischof Arbeo von Freising. Der Weinbau war bis ins 16. Jahrhundert bedeutend für die altbayerische Wirtschaft entlang der Donau. Sein Niedergang wurde durch einen Klimawandel, der von 1300 bis 1900 dauerte und „Kleine Eiszeit“ genannt wird, herbeigeführt. Bayern erlebte auch im Sommer tiefe Temperaturen, die das Leben und die Landwirtschaft negativ beeinflussten. Es kam zu Hungersnöten, Epidemien und Verteilungskriegen. Für das ehemals fruchtbare Weinland Hallertau, die zum landwirtschaftlichen Armenhaus verkam, musste eine Lösung gefunden werden…
Hopfen rund um den Globus
2024 und auch in diesem Jahr 2025 steht Deutschland mit seinen hopfigen Anbauflächen und einem roundy-boundy über 1000 Hektar messenden Vorsprung wieder auf dem Siegertreppchen vor den USA. Trotz einer knapp 6 prozentigen Flächenreduktion hat Deutschland 19.119 Hektar Hopfenfläche. Wobei schon betont werden muss, dass die Hallertau mit 15.815 Hektar das größte Anbaugebiet der Erde ist. Das muss man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen: 1 . 5 . 8 . 1 . 5!!!…
Hopfen-Östrogen
Vor ein paar Jahren fand Professor de Keukeleire eine Substanz, die dem weiblichen Sexualhormon 17-ß-Östradiol sehr ähnlich ist. Durch sie konnte die östrogene Wirkung des Hopfens bewiesen werden: 8-Prenylnarnaringenin! An Stelle von 17-ß-Östradiol kann dieses den Östrogenrezeptor besetzen. Was bei Männern, die zu viel und zu oft Bier trinken und sich damit Hopfen und seine Phytoöstrogene einverleiben, zu unerwünschten Rundungen um Bauch und Brust führt, das ist für die Frauenwelt dafür umso besser. Viele Frauen, und das nicht erst in der Menopause, sondern auch schon…
Erddrehung steuert den Hopfen
Botenstoffe steuern den Hopfen, dass er rechtsherum, also mit dem Sonnenlauf, nach oben wächst, dass er blüht und schließlich Dolden bekommt. Die Bedeutung dieser Aussagen reicht tiefer, versucht man, den Biomechanismus gedanklich analysieren. Zunächst einmal überhaupt die Überlegung, was der Sonnenlauf ist. Die Sonne läuft, wie jeder weiß, der nicht vor dem Mathematiker und Philosophen Galileo Galilei – Sie kennen sicherlich seine ihm angedichtete berühmte Aussage „Und sie bewegt sich doch!“ – gelebt hat. Der Arme musste 1633 dank Kirche, Rom und Inquisition seiner Lehre von der Erdbewegung abschwören. Er wäre sonst als Ketzer auf dem Scheiterhaufen gelandet. Für die Kirche widersprach eine bewegte Erde der sogenannten „Heiligen Schrift“. Wahrheit hin oder her – damit wurde es in Rom trotz…
Ethylen: Reifen ist ansteckend
Ethylen ist wegen seiner Wirkung auf die Fruchtreife bekannt. Schon die alten Griechen beobachteten, dass Feigen schneller reiften, wenn man sie mit einem Werkzeug ankratzte. Durch die Verletzung produziert die Pflanze nämlich Ethylen, das wiederum die Produktion von Hydrolasen, Enzymen, die die Zellwände abbauen, stimuliert. Gleichzeitig wird Chlorophyll abgebaut, jedoch andere Pigmente, wie die roten Carotinoide, nehmen zu. Im Laufe des Reifeprozesses werden auch Speicherstoffe in Zucker umgesetzt. Die Früchte werden weicher, süßer und verändern ihre Farbe. Weil reife Früchte Ethylen ausströmen, werden frisch gekaufte Bananen schnell braun, wenn sie mit Äpfeln im Obstkorb liegen. Manch schlaue…
Tödliche Antibiotikaresistenz und GameChanger Hopfen
Wie ich bereits auf den ersten Buchseiten geschrieben habe, sehe ich den Hopfen als das Medikament der Zukunft. Bis es so weit sein wird, dass aus ihm Antibiotikum gewonnen und in der Tiermast wie humanen Medizin eingesetzt wird, vergeht leider noch viel unnötige Zeit. Mit viel Geld und passenden Gesetzen werden dagegen Duzende Pharmaunternehmen und Organisationen gepampert, damit diese ein paar zusätzliche Antibiotika erarbeiten können. Belohnt werden diese dann zum Beispiel zusätzlich damit, dass andere Medikamente ein Jahr lang vor Generika-Konkurrenz geschützt werden. Wir sehen, es geht nicht um die Gesundheit der Menschheit, sondern alleine um Macht und Geld von wem auch immer.
Wie im Artikel bereits beschrieben, spricht man von „Antibiotikaresistenz“, wenn Bakterien trotz Antibiotika überleben und wachsen. Sie hat sich entwickelt aus einem unsachgemäßen und leichtsinnigen Einsatz von Antibiotika, indem virale Infektionen behandelt und in der Tierzucht Futtermittel damit versetzt worden sind und immer noch werden. Antibiotika in der Tiermast wurde und wird gesunden Tieren vorsorglich verabreicht.
Seit über einem Jahrhundert werden bakterielle Infektionen mit Antibiotika behandelt. Dessen Entdeckung durch Paul Ehrlich war der entscheidende Meilenstein der Medizingeschichte. Ohne das „Wundermittel“ Penicillin hätte die Schulmedizin ihren revolutionären Aufstieg nicht feiern können. Und richtig, wenn es bedacht und gezielt eingesetzt ist, bewirkt es Wunder, rettet Leben. Antibiotika war und ist eine Waffe im Kampf gegen lebensbedrohliche Infektionen. Wird Antibiotika aber unsachgemäß und im Gießkannenprinzip eingesetzt, wie es in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr der Fall war und ist, verursacht es aufgrund daraus entstehender resistenter Bakterien tödliche Infektionen. Schulmedizin und Tiermast haben mit Antibiotika die Erde überschwemmt. Das hat bei den Bakterien den sogenannten interbakteriellen Gentransfer beschleunigt, denn…
Liebe Leserschaft, unser Buch hat 40 Kapitel. Sie werden sich vorstellen können, wie viel Unterhaltung und Information Sie beim Lesen von „Geiler Hopfen“ bekommen werden.